15. September 202019:00 UhrVortrag
Grätzelmixer
Bloch-Bauer-Promenade 28
A-1100 Wien
Die Stadt Wien hat sowohl mit dem Fachkonzept Verkehr als auch mit der beschlossenen Smart City Rahmenstrategie weitreichende Ziele im Mobilitätsbereich zur Stärkung des Fuß- und Radverkehr sowie einer Senkung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) formuliert.
Auch das Mobilitätskonzept für Niederösterreich 2030+ sieht einen Handlungsschwerpunkt im öffentlichen Verkehr vor, setzt jedoch auch auf den Ausbau der Straßeninfrastruktur. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen und Argumentationsgrundlagen für eine politische Umsetzung der dringend notwendigen Mobilitätswende gut und klar formuliert. Gleichzeitig werden regionale Infrastrukturprojekte diskutiert, beschlossen oder bereits umgesetzt, die den Zielsetzungen meist völlig entgegenstehen.

Anstatt einer kontraproduktiven Sowohl-als-auch-Strategie, die sich nicht von den überholten Denkmustern einer autozentrierten Mobilität lösen will und mehr denn je auf einen Ausbau der konkurrierenden Flughafenstandorte setzt, wäre eine klare Prioritätenreihung zugunsten des regionalen Umweltverbundes notwendig. Im Vortag „Mobilitätswende I“ wird aufgezeigt, welche regionalen Projekte im Wiener Umland bei einem Klima-Check durchfallen würden und welche Auswirkungen sie auf eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in der Region Wien hätten.
[Text: Harald Frey]

Vortrag:
Harald Frey, seit 2006 Verkehrswissenschafter an der TU Wien. Leiter des Arbeitskreises „e-mobility“ und stellvertretender Leiter des Arbeitskreises „Nachhaltige Infrastruktur“ der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG). Forschungsschwerpunkte: Verkehrs- und Siedlungsplanung, Mobilitätsverhalten und Instrumente zur Verhaltensänderung.
Respondenz:
Andreas Vass und Maik Novotny (ÖGFA)