14. November 201719:00 UhrDiskussion
Erste Bank Campus
Am Belvedere 1
A-1100 Wien
2015 hat sich die EU mit der Verabschiedung des Übereinkommens von Paris ambitionierte Ziele im Bereich Klimaschutz gesetzt – allen voran, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Österreich wird – wie viele andere Unterzeichnerstaaten – in den kommenden Jahren bei seiner Klimastrategie intensiv nachbessern müssen, um die gesteckten Ziele auch nur ansatzweise zu erreichen.

Dabei verursachen die Auswirkungen des Klimawandels in Österreich bereits jetzt Kosten von jährlich rund 1 Milliarde Euro, ohne dass sich die Aufwendungen für Klimaschutzmaßnahmen und für die Beseitigung der Umweltschäden in den Energiepreisen niederschlagen.

Einen Ausweg aus diesem fiskalischen Dilemma kann die ökologische Umgestaltung des Steuersystems bieten – eine ökosoziale Steuerreform hin zu einer verbrauchsabhängigen, aufkommensneutralen Besteuerung des Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Entlastung der Lohnnebenkosten.

Die Einführung einer CO2-Steuer, deren Anreiz darin liegt, die Schonung von Umwelt und Ressourcen zu belohnen, bietet nicht nur vielfältige Perspektiven für Nachhaltiges Bauen und Planen, sondern auch zahlreiche Anreize für BauherrInnen.

Am 14. November 2017 diskutieren VertreterInnen aus Planungspraxis, Politik und Wirtschaftsforschung in den Räumen des Erste Bank Campus zur Umsetzbarkeit einer ökosozialen Steuerreform sowie den damit einhergehenden Herausforderungen und Chancen für den Planungsprozess.

Am Podium:

Claudia Kettner-Marx
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Werner Kogler
Die Grünen

Stefan Schleicher
Wegener Center an der Universität Graz

Michael Staudinger
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Matthias Strolz
NEOS (angefragt)

Martin Treberspurg
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für konstruktiven Ingenieurbau

Gisela Gary
Moderation