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D / E Der Architekturkalender für Wien
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11/09/10
02 sonntags 236: JapanLisztRaiding
 
11/09/10
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bis 27/09/10
11 Jugendstil und Secession Joseph Maria Olbrich
 
von 11/09/10 bis 27/09/10
12 JapanLisztRaiding Zehn neue Häuser
 
von 11/09/10 bis 27/09/10
[TIPP] Japan Liszt Raiding Zehn neue Häuser
 
bis 15/10/10
13 Kunst im öffentlichen Raum/Fritz-Grünbaum-Platz REVUE von Wendelin Pressl
 
25/05/10
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23/07/04, 17:00
Neue Badstraße, Kritzendorf
Treffpunkt: Strombad, Rondeau
Führung
ORTE
ORTE vor Ort #10

Anlässlich der Ausstellung "Riviera an der Donau - Sommerfrische Kritzendorf" im Wien Museum Karlsplatz (22. Juli - 26. September 2004, Eröffnung: Mi. 21. Juli, 18 Uhr) führt Lisa Fischer, Ausstellungskuratorin und Autorin des Buches "Die Riviera an der Donau. 100 Jahre Strombad Kritzendorf" (Böhlau Verlag, Wien 2003) auf Einladung von ORTE zu architektonischen Highlights und anderen Besonderheiten in der Badekolonie.

Kritzendorf bei Klosterneuburg etablierte sich ab 1903 als eines der ersten Freiluftstrombäder an der Donau und war eine beliebte Sommerfrische der Zwischenkriegszeit. Tausende strömten an sonnigen Wochenende in das Freizeitparadies in Wiennähe. Man gab sich mondän, träumte von der Riviera und nannte die Sommerkolonie dementsprechend "Krize-les-bains". KünstlerInnen wie Peter Altenberg, Lina Loos, Hilde Spiel, Franz Theodor Csokor, Friedrich Torberg oder Erika Mitterer waren hier zu finden und etliche von Ihnen verarbeiteten ihre Kritzendorfer Erlebnisse in ihren Werken.
Ab 1926 erfuhr das Kritzendorfer Bad eine zweite Ausbaustufe und die Weekend-Bewegung bot etlichen jungen Architekten eine einzigartige Chance an Aufträgen für Wochenendhäuser erste professionelle Kompetenz zu beweisen. Heinz Rollig (1893-1978) zeichnete für die neue Gestaltung des Strombades verantwortlich und plante auch drei Einraum-Wochendendhäuser. Die Klosterneuburger Wagenfabrik, für die sogar Adolf Loos Entwürfe bearbeitete, errichtete bezugsfertige Fertigteilhäuer. Nach Plänen von Felix Augenfeld (1894-1984) wurde hier das Strandhaus für Maria Strauss-Likarz errichtet. An der Hauptstraße entstand 1930-33 ein Haus des Hoffmann-Schülers Walter Loos. Der "Anschluss" 1938 bedeutete einen radikalen Einschnitt. Achtzig Prozent der Ferienhäuser wurden durch die Nürnberger Rassengesetze als "jüdischer Besitz" enteignet. Das Modebad wurde zu einem Nazibad - ein Teil der Strombadgeschichte, der lange Zeit verdrängt wurde.

Ausstellungstipp: "Riviera an der Donau - Sommerfrische Kritzendorf" im Wien Museum Karlsplatz (22.7.-26.9., Di-So 9-18 Uhr), www.wienmuseum.at
Buchtipp: Lisa Fischer, Die Riviera an der Donau. 100 Jahre Strombad Kritzendorf, Böhlau Verlag 2003.


Anreise per Bahn:
ab Wien Franz-Josefs Bf 16:08 (über Spittelau, Heiligenstadt, Klosterneuburg), an Kritzendorf 16:29
oder ab Wien Franz-Josefs Bf 16:33, an Kritzendorf 16:54

Unkostenbeitrag: EUR 7,--

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// Haus der Architektur Graz
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